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Sterilisation beim Mann


Die Sterilisation beim Mann ist eine mögliche Form der Verhütung, wenn keine Kinder mehr gewünscht werden. Bei der Sterilisation wird ein Eingriff an den Fortpflanzungsorganen vorgenommen, der eine Fortpflanzung dauerhaft verhindert. Die Entscheidung für eine Sterilisation ist endgültig und nur unter bestimmten Bedingungen wieder rückgängig zu machen.

Die Sterilisation
Die Sterilisation beim Mann wird auch als Vasektomie bezeichnet. Bei der Sterilisation beim Mann wird bei einem kleinen Eingriff der Samenleiter durchtrennt und abgebunden. Eine Ejakulation ist danach weiterhin möglich, da das Ejakulat nur zu ca. 5 % im Hoden und Nebenhoden gebildet wird. Eine Veränderung der Menge wird deshalb meist nicht wahrgenommen. Die Sterilisation kann beim Mann ambulant in lokaler Betäubung durchgeführt werden.

Sofort steril?
Direkt nach der Sterilisation ist der Mann noch nicht steril, da sich im Samenleiter noch Samen befinden. Um die erfolgreiche Sterilisation zu bestätigen werden 1 bis 2 Monate  nach der Operation (besser: nach ca. 15 Samenergüssen)Untersuchungen des Ejakulats vorgenommen, um die Sterilität zu bestätigen.

Was passiert nach der Sterilisation mit dem Samen?
Auch nach der Sterilisation werden im Hoden Samen produziert. Dieser Samen wird von Körper wieder abgebaut. Die Spermienproduktion sinkt darüber hinaus mit der Zeit stark.

Verändert sich durch die Sterilisation die Hormonproduktion?
Die Hormonproduktion ändert sich nicht, da die Hormone über die Blutbahnen transportiert werden und nicht durch den Samenleiter.

Veränderung bei der Potenz oder dem sexuellen Empfinden?
Durch die Sterilisation werden die Potenz und das sexuelle Empfinden nicht  beeinflusst. Psychische Reaktionen auf die Sterilisation sind aber  möglich. Von “Ich bin kein richtiger Mann mehr” bis zu einem Gefühl der  Befreiung, da die Sorge vor einer unerwünschten Schwangerschaft wegfällt  reicht die Spannbreite. Diese möglichen psychischen Reaktionen können sich  sowohl positiv als auch negativ auswirken. Es hängt im hohen Maße von der  inneren Einstellung zur Sterilisation ab.

Umkehr einer Sterilisation
Bei Männern beträgt die Wahrscheinlichkeit unter 50 Prozent, dass eine  Sterilisation rückgängig gemacht werden kann. Nach der Sterilisation  bilden ca. 60% der Männer Antikörper gegen ihren eigenen Samen. Aus diesem  Grund können nur 30 bis 50% der Männer ein Kind zeugen, auch wenn der  Samenleiter erfolgreich (ca. 80%) durchgängig gemacht wurde. Je länger die  Sterilisation zurückliegt, umso unwahrscheinlicher ist eine erfolgreiche  Refertilisation (Wiederfruchtbarmachung).

Samen einfrieren?
Vor einer Sterilisation sollte der Mann sich überlegen, ob er nicht Samen  in einer Samenbank einfrieren und lagern läst. Bei minus 150 Grad Celsius  ist Sperma nahezu unbegrenzt haltbar. Durch eine künstliche Befruchtung  stehen die Chancen gut, dass es zu einer natürlichen Schwangerschaft kommt.

Zuverlässigkeit
Die Vasektomie ist zuverlässig. Nur ein Mann unter 400 sterilisierten  Männern wird wider Erwarten Vater.

Kosten
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, auch nicht  alle privaten Kassen. Privatversicherte sollten in ihren Verträgen  nachsehen oder bei der Kasse nachfragen. Die Kosten für die Operation in  Lokalbetäubung betragen 300€. Falls eine Vollnarkose gewünscht wird, kostet diese 200 € zusätzlich.

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